Geschichte

Der Begriff „Eiserner Vorhang“ geht auf den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill zurück. Dieser verwendete die Formulierung auf einer im März 1946 gehaltenen Rede in den USA als Bezeichnung für die Abschottung des Ostblocks gegen den Westen

Der von Churchill prophezeite „Eiserne Vorhang“ nahm seit 1947 sichtbare Konturen an.

Die gegensätzlichen politischen Ziele und Ideologien der USA und Sowjetunion führten 1949 zur deutsch-deutschen Teilung. Mitten durch Deutschland wurde der „Eisernen Vorhang“, der die Welt bis 1989/90 in zwei Machtblöcke aufteilte, errichtet.

Die hohe Abwanderungswelle nach Westberlin veranlasste die Sowjetunion im August 1961 zum Bau der Berliner Mauer, wodurch der „Eisernen Vorhang“ symbolisch zementiert wurde.

Die Bestellung von Michail Gorbatschow am 11. März 1985 zum Generalsekretär der Sowjetischen Kommunisitschen Partei läutete das Ende des Kalten Krieges ein. Mit den Schlagworten „Glasnost“ (Offenheit, Transparenz, Freiheit) und „Perestroika“ (Umgestaltung) begann der Zusammenbruch der kommunistischen Systeme.

Am 2. Mai 1989 begann Ungarn an der Grenze zu Österreich mit dem Abbau des Eisernen Vorhangs. Am 27. Juni durchschnitten Österreichs Außenminister Alois Mock und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn am Grenzübergang Klingenbach-Sopron symbolisch den Stacheldrahtzaun.

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer.

Und am 11. Dezember durchschnitten Landeshauptmann Josef Ratzenböck und Südböhmens Kreisvorsitzender Miroslav Senkyr bei Wullowitz den Stacheldraht.